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Media ABC
In seiner inzwischen achten Auflage fasst das Media ABC die wichtigsten Begriffe aus der Mediabranche zusammen.
Amerikanisches Marktforschungsinstitut mit deutscher
Niederlassung in Frankfurt am Main, spezialisiert auf Handelsforschung.
Die Hamburger Tochtergesellschaft Nielsen Media
Research [ehemals ACNielsen Werbeforschung S+P] hat sich
die Beobachtung des Werbemarkts zur Aufgabe gemacht.
Sie stellt die Bruttowerbeumsätze [AdEx-Daten] der wichtigsten
Mediengattungen und Werbeträger [Fernsehen, Publikums- und
Fachzeitschriften, Tageszeitungen, Funk, Plakat] nach
Wirtschaftsbereichen, Produktgruppen und -familien sowie Firmen
und Marken fest.
Splitscreen-Variante von SevenOne Media. Spots programmaffiner
Produkte werden direkt in die laufende Sendung eingebunden. Auf
zwei Dritteln des geteilten Bildschirms läuft die Werbebotschaft, auf
dem restlichen Drittel kann der Zuschauer die Sendung
weiterverfolgen. Durch die Platzierung mitten im Programm
garantieren die drei Spots à sieben Sekunden hohe Aufmerksamkeit.
Splitscreen-Format von SevenOne Media. Hier ist der Spot direkt in
den Abspann eines TV-Formats integriert. Während auf einem
Großteil des Bildschirms die Werbebotschaft läuft, können die
Zuschauer in einem redaktionellen Rahmen die Abspanninformationen
der Sendung weiterverfolgen, eine Redaktionsleiste
am rechten Rand liefert zudem Hinweise auf das nachfolgende
Programm.
Advertise-Click. Anzahl der Clicks, die über einen Link zum Angebot eines Werbung Treibenden führen. AdClicks dienen als Indikator für die tatsächlich realisierten Werbemittelkontakte.
Früher: Nielsen S+P-Daten. Die von Nielsen Media Research monatlich
veröffentlichten AdEx-Daten weisen die Bruttowerbeumsätze der wichtigsten Werbeträger nach Wirtschaftsbereichen, Produktgruppen und -familien sowie Firmen und Marken aus.
Werbewirkungsstudie von SevenOne Media. AdTrend ist als kontinuierliches Tracking zur Analyse von Kampagnenwirkungen
angelegt. Seit 1997 werden jährlich rund 60 Marken aus unterschiedlichen Warengruppen beobachtet und analysiert. Erhoben
werden die klassischen Werbewirkungsmaße Markenbekanntheit,
Kampagnen-Recall, Kampagnen-Sympathie, Kaufbereitschaft und
Verwendung. Um den Einfluss von Kampagnenkontakten auf die
Werbewirkungsmaße zu analysieren, werden aus dem GfK-Fernsehpanel individuelle Werbeinselnutzungswahrscheinlichkeiten auf die in AdTrend befragten Personen übertragen und anschließend mit den Kampagnen-Schaltungen von Nielsen Media Research verrechnet. Auswertungen sind auf Marken-, Warengruppen- und Zielgruppenebene möglich.
Agenturvergütung, auch Mittlerprovision genannt, in Höhe von 15 Prozent des Werbevolumens, die die Media-Agentur für ihre Mittlerfunktion zwischen Kunde und Medium sowie für ihre Haftung [Delkredere] gegenüber dem Medium erhält.
Anteil einer bestimmten Zielgruppe an der Nutzerschaft eines Mediums im Verhältnis zum Anteil dieser Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung. Die Affinität wird als Index dargestellt und ist ein Maß für die Zielgruppennähe des Mediums. Ein Index von 120 bedeutet beispielsweise, dass der Anteil der Zielgruppe in dem betreffenden Medium um 20 Prozent höher liegt als in der Gesamtbevölkerung.
Beim Fernsehen wird häufig der Anteil einer bestimmten Zielgruppe an der Nutzerschaft eines Senders, einer Sendung oder einer Kampagne ins Verhältnis zum Anteil dieser Zielgruppe an der Nutzerschaft von TV gesamt [3:00-3:00 Uhr] gesetzt. Der gleiche Wert ergibt sich, wenn der GRP [Brutto-Reichweite in Prozent] eines Senders, einer Sendung oder einer Kampagne in der Zielgruppe ins Verhältnis gesetzt wird zu zum GRP in der Gesamtbevölkerung.
Die ag.ma ist ein Zusammenschluss der 250 wichtigsten Unternehmen der deutschen Werbewirtschaft zur Erforschung der Massenkommunikation. Zusammen mit ihrer kommerziellen Tochtergesellschaft Media-Micro-Census GmbH [MMC] führt die ag.ma im
Auftrag der Mitglieder die Media-Analyse [ma] durch. Ziel der
offenen Allmedia-Dachorganisation ist es, im Konsens aller
Marktpartner Werbeträger aus den Gattungen TV, Radio, Tageszeitungen, Zeitschriften, Kino, Plakat und demnächst auch
Online-Medien zu erheben. Die ag.ma-Daten für Printmedien
[Publikumszeitschriften / Tageszeitungen] sowie für den Hörfunk
bilden die gültige Mediawährung für die drei Mediengattungen.
Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung [Mitglieder: ARD,
ProSiebenSat.1 Media AG, RTL, ZDF und die von ihnen vertretenen Senderfamilien] hat die GfK Fernsehforschung mit der Erfassung
der Fernsehnutzung in Deutschland beauftragt. Diese Daten sind im
Werbemarkt als gültige Währung für die TV-Planung anerkannt. Die
AGF vergibt Lizenzen zur Datennutzung an andere Sender, an
Agenturen und Werbung Treibende sowie weitere Datenverwerter
[z.B. Media Control].
Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten. Zur Wahrnehmung
ihrer Aufgaben bei der Zulassung und Kontrolle sowie beim Aufbau
und der Fortentwicklung des privaten Rundfunks in Deutschland
arbeiten die 15 Landesmedienanstalten im Rahmen der ALM in
grundsätzlichen, länderübergreifenden Angelegenheiten zusammen.
Bei der Analyse des Audience Flow wird die identische Seherschaft aufeinanderfolgender Sendungen eines Programms berechnet, also welcher Anteil der Seherschaft einer untersuchten Sendung von der vorherigen Sendung übernommen werden oder an die an die anschließende Sendung übergeben werden konnte. Der Audience Flow ist somit ein Maß für die "Kundenbindung", einem wichtigen Ziel der Programmplanung der Fernsehsender.
Ausschöpfung einer Stichprobe: Der Ausschöpfungsgrad ist das prozentuale Verhältnis zwischen der Anzahl der Haushalte beziehungsweise Personen, die in eine Stichprobe eingeflossen sind [realisierte Interviews], und der Anzahl aller kontaktierten Haushalte beziehungsweise Personen [Stichprobengröße]. Da eine mangelhafte Ausschöpfung [durch Verweigerung, Nichtantreffen, Unvollständigkeit und sonstige Ausfälle] die Repräsentativität der Ergebnisse gefährdet, ist der Ausschöpfungsgrad ein Qualitätsmerkmal von Stichproben.
Ausschöpfung des Empfangspotenzials: Laut Definition von SevenOne Media der Quotient aus Empfangbarkeit eines Senders und Sehbeteiligung dieses Senders.
Allensbacher Werbeträgeranalyse. Vom Institut für Demoskopie in Allensbach jährlich durchgeführte Markt-Media-Studie mit dem Ziel, die Mediennutzung, das Konsumverhalten sowie Einstellungen oder Verhaltensformen der deutschen Bevölkerung ab 14 Jahre zu untersuchen. Unterschiede zur MA: niedrigere Fallzahl [ca. 20.000], Quota- statt Random-Stichprobe, ein breites Spektrum von Fragen zu Lifestyle, Produkt- und Markenverwendung. Im Unterschied zur VA fragt die AWA keine Marken, sondern nur Branchen ab.